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Sicherung von IT-Systemen: Rubrik BRIK-Systeme vereinen alle Backup-Prozesse in einer Lösung

Im Unternehmenskontext werden nahezu alle IT-Systeme sowie -Daten gesichert und dabei auf andere IT-Systeme kopiert. Je nach eingesetzter Technik und vorhandenem Sicherheitsbedarf entstehen hierdurch dauerhaft Grundkosten, für die man als Gegenleistung jedoch signifikante Vorteile bei der Behebung gravierender Bedienungsfehler oder technischer Schäden erhält.

von Klaus Wagner

Die Herausforderung

Wie bei der Bewertung kaufmännisch genutzter IT-Systeme stellen sich auch vor dem Einsatz von Backup-Systemen zentrale Fragen: Welche betrieblichen Anforderungen gibt es an die Verfügbarkeit der genutzten IT-Systeme und der von ihnen genutzten Informationen? Wie schnell müssen sie im Falle eines Ausfalls wiederhergestellt werden können? Und: Wie teuer ist ein möglicher Datenverlust im Vergleich zu den anfallenden Kosten?

Die Antworten auf diese Fragen erwartet die IT von den kaufmännischen Einheiten. Gleichzeitig lassen sich derartige Aussagen nur unter den aktuellen Gegebenheiten und damit situativ treffen. Letztlich mündet das in einer Anschaffung, die den heutigen Bedarf in wirtschaftlicher und technischer Hinsicht möglichst gut abbildet.

Im Laufe der Jahre ändern sich jedoch üblicherweise die Anforderungen: das abzusichernde Datenvolumen wächst, Hersteller überarbeiten ihre Übertragungsprotokolle und die verfügbaren Modelle. Die IT steht damit vor der Herausforderung, entweder von vornherein eine zu leistungsfähig ausgelegte Lösung zu beschaffen – oder mehrere unterschiedliche Systeme nebeneinander betreiben zu müssen. Beide Ansätze sind wirtschaftlich betrachtet ineffizient.

Die Kundenlösung

Im konkreten Kundenprojekt hat man sich für eine Lösung der Firma Rubrik entschieden. Waren Backup-Lösungen bisher nur schwer zu skalieren, können einzelne BRIK-Server nun leicht zu einem Verbund zusammengeschaltet werden, der dann als eine Einheit agiert.

Einschränkungen, die bisher als gegeben und unvermeidlich angenommen wurden, werden dadurch überwunden. Musste ein IT-System aus einer Sicherung wieder zurückgespielt werden, war die Wiederherstellungszeit durch die Leistungsfähigkeit der Backup-Systeme bis zu deren Ablösung vordefiniert.

Heute kann die Leistungsfähigkeit der Lösung sukzessiv an den Bedarf angepasst werden. Wird der Systemverbund zum Beispiel um einen zusätzlichen BRIK-Knoten erweitert, erhöht sich die verfügbare Rechenleistung, die ansprechbare Netzwerkkapazität und die lokal verwaltete Backup-Speicherplatz. Investitionen erfolgen damit in bedarfsgerechtem Umfang zum richtigen Zeitpunkt.

Beispielhafte Vorzüge

Wurden bislang täglich Backups erstellt – wobei sich Full- und Delta-Backups typischerweise abwechselten und zyklisch überschrieben – arbeitet die neue Lösung ausschließlich mit Incremental-Backups.  

Bevor veraltete Sicherungen überschrieben oder auf andere Speichermedien ausgelagert werden, erstellt das System aus den vorhandenen Daten automatisch eine synthetische Vollsicherung. Auf dem Backupsystem ist damit lokal stets eine vollständige Sicherung und ihrer inkrementellen Sicherungen gespeichert.

Im Falle einer Wiederherstellung für einem gewählten Zeitpunkt werden so die ursprüngliche und alle seither erzeugten Zwischenstände benötigt. Der Vorteil gegenüber anderen Lösungen ist, dass der gewünschte Datenstand ohne sukzessive Wiederherstellung und Abgleich aller Zwischenstände dynamisch bereitgestellt wird. Das System errechnet, welche Dateiversion zum gewünschten Wiederherstellungszeitpunkt benötigt wird, holt diese aus seinen lokal oder remote angebundenen Speichersystemen - und stellt diese einzelne Dateiversion passgenau zur Verfügung.

Was im ersten Moment nach einem aufwändigen Vorgang klingt, wird durch parallele Bearbeitung aller zusammengeschalteten BRIK-Systeme mit immenser Geschwindigkeit bewältigt. Die einzelnen Systemteile stimmen sich dabei vollautomatisch ab, wobei sie notwendige Berechnungen, RAM- und Storage-Zugriffe oder Datenübertragungs-Aufgaben n intelligent untereinander aufteilen.

Dieser Ansatz ist derart leistungsfähig, dass der Hersteller damit wirbt, virtuelle Systeme aus einer kürzlichen Sicherung auf den BRIKs ohne jegliche Wiederherstellungszeit hochfahren (und betreiben) zu können. In der Praxis stößt dieses Vorgehen jedoch auf natürliche Grenzen. Die Höhe der akzeptablen Kosten für die Backup-Infrastruktur und das darauf aufbauende Geräte-Sizing bieten üblicherweise nur unzureichende Leistungsreserven, um einen performanten Regelbetrieb anzubieten.

Durch den Einsatz im Verbund steigt nicht nur die Performance, sondern auch die Sicherheit der verwalteten Daten und der Stabilität der Gesamtlösung. Crasht zum Beispiel eine BRIK, entfällt damit nur ein Teil der gemeinsamen Leistungsfähigkeit. Und wird ein Systemteil durch einen Virus befallen, erkennen die noch nicht befallenen Teile, dass Daten einseitig manipuliert wurden und kann diese sogar automatisch korrigieren.

Dass der Systemverbund auch in der Lage ist, mit Hilfe heuristischer Methoden eine Infektion der zu sichernden Daten zu erkennen und wie ein Virenscanner die Administratoren zu alarmieren, erhöht einerseits die eigene Widerstandsfähigkeit (gegen die Übernahme infizierter Daten) als auch andererseits die Geschwindigkeit mit der unzulässige Datenmanipulationen erkannt werden.

Obwohl das Backup-Konzept „Incremental Forever“ bedeutet, dass der Systemverbund beliebig lange Inkrement-Ketten verwalten kann, sind gleichzeitig nur in wenigen Fällen tatsächlich zusätzliche BRIK-Systeme nachzukaufen. Alternde Datenbestände werden erkannt und können beispielsweise regelbasiert und ohne regelmäßige Administration in einen Cloud Cold Storage ausgelagert oder überschrieben werden.

Durch die Festlegung, wie viele Sicherungsstände auf den internen Speichersystemen gehalten und wann ältere Backups z.B. auf eine Storagebox in einem angrenzenden Rechenzentrum ausgelagert werden, kann die IT jederzeit mit einfachen Mitteln die Sicherheit und die Kosteneffizienz der gesamten Backuplösung steuern. Durch geschickte Kombination verschiedener Storageklassen (von Hot Storage zu Cold Cloud Storage) können so gleichzeitig höchste Wiederherstellungs-Geschwindigkeiten bei niedrigen Betriebskosten erreicht werden.

Das Fazit

Durch Einsatz einer zeitgemäßen Backuptechnologie wie den Rubrik BRIK-Systemen steigt die kaufmännische und technische Leistungsfähigkeit von Backup- und Wiederherstellungslösung signifikant an. Bei dem Referenzkunden von AdEx Partners können seither komplette IT-Systeme innerhalb von Minuten aus ihrer Sicherung auf ihren originalen oder anderen Servern wieder bereitgestellt werden. Damit sind in eigenen Rechenzentren technische Lösungen möglich, die durch ihre Leistungsfähigkeit und Kalkulierbarkeit die Möglichkeiten heutiger Cloudlösungen übertreffen.

„Ergaben sich zunächst methodische Schwierigkeiten, die benötigte BRIK-Kapazität zu schätzen oder gar zu errechnen, haben wir im Laufe des Projekts gelernt, den zukünftigen Speicherverbrauch zu bewerten und so die Anzahl der lokal vorgehaltenen Backupversionen bestmöglich einstellen“, erläutert Klaus Wagner, AdEx Partners. „Dass wir uns dabei mit dem Kunden auf strategischer, finanzieller und technischer Ebene austauschen konnten, hat uns immens geholfen, die unterschiedlichen Bedürfnisse abzuwägen – und für alle Seiten die letztlich optimale Lösung zu finden.“

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